Forschungsvorhaben HylightCab: Multi-Materialleichtbau für Nutzfahrzeug-Kabinen

Forschungsvorhaben HylightCab: Multi-Materialleichtbau für Nutzfahrzeug-Kabinen

Das Forschungsvorhaben HylightCab fokussiert auf den Leichtbau bei Nutzfahrzeugen. (Quelle: Fraunhofer ICT)

Das Ziel des Forschungsvorhabens HylightCab ist struktureller, bezahlbarer Leichtbau durch innovative Multi-Material-Bauweise. Dabei hat das Projektkonsortium die Kabinenstruktur eines Nutzfahrzeuges im Visier.

Die Verminderung der CO2-Emissionen ist die Hauptmotivation für den Leichtbau am Nutzfahrzeug. Denn der wichtigste Faktor für den Verbrauch ist die Fahrzeugmasse. Dass die Fahrzeuge leichter werden hat aber noch einen weiteren Nebeneffekt: Bei gleichem Gesamtgewicht können mit einem leichteren Fahrzeug mehr Güter transportiert werden. Und auch das senkt mittelbar den CO2-Aussstoß, weil weniger Fahrten gebraucht werden. Außerdem sinken so die Transportkosten.

Das Forschungsvorhaben HylightCab konzentriert sich auf hochbeanspruchte KOmponenten des Fahrerhause – die Kabinenstruktur. Materialhybride Fertigungsverfahren sollen zu einer signifikanten und gleichzeitig bezahlbaren Gewichtsreduktion führen.Gleichzeitig müssen diese Leichtbauteile mittelfristig auch in Großserie hergestellt werden können.

Dazu werden verschiedene Bauteile in Multi-Material-Bauweise entwickelt und in die Kabinenstruktur integriert. Sukzessive werden somit die derzeit konventionell in Serie gefertigten Bauteile durch Leichtbauteile substituiert. Ziel ist, das Gewicht um etwa 30% zu senken, dabei aber Kabine zum gleichen Preis herstellen zu können. Die entwickelten Lösungen sollen außerdem in die laufende Produktion implementiert werden können, um möglichst schnell eine Serienfertigung zu erreichen.

Was ist das Besondere an HighCab?

Der anwendungsorientierte Ansatz stellt die Systemintegration in einem Fahrzeug, einschließlich der erforderlichen Fügetechnologien, in das Zentrum der Forschung. Er soll so eine möglichst schnelle Umsetzung ermöglichen.

Zudem werden zukünftige Anforderungen an die Kabine, wie geänderte Crash-Anforderungen als auch alternative Antriebssysteme, betrachtet. Struktur- sowie Prozesssimulationen dienen dem Entwicklungsprozess im Hinblick auf die Absicherung sowie Maximierung des Leichtbaupotenzials.

Verbundkoordinator des Projektes ist das Unternehmen GreenIng, Leutenbach. Das Projekt HylightCab startete im Juni 2017 und läuft bis Mai 2020. Projektpartner sind neben GreenIng das Fraunhofer ICT, Pfinztal, Das KIT-FAST, Institut für Fahrzeugsystemtechnik – Teilinstitut Leichtbautechnologie des Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe, das Unternehme Fritzmeier Composite aus Bruckmühl sowie Siebenwurst aus Dietfurt a.d. Altmühl. Im Rahmen das Fachprogramms Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien wird das Projekt durch das BMWi gefördert.


Quelle und weitere Infos: Fraunhofer ICT und Plastverarbeiter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.